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Digitalfunk wird 2015 kommen

am . Veröffentlicht in Feuerwehr

Eines der neuen Digitalfunkgeräte"Der Digitalfunk für die Feuerwehren wird 2015 kommen." Um diese Aussage drehte sich alles bei der diesjährigen Winterschulung für die Feuerwehr-Führungskräfte im Brandbezirk Mitte.

Den Feuerwehrleuten wurde der Migrationsplan zur neuen Technik vorgestellt, der die Umstellung der Technik, die Beschaffung und die Schulung für die neuen Geräte steuern soll.

Hausherr 1. Kommandant Hubert Krimmel  begrüßte die TeilnehmerAn die 40 Kommandanten, Zug- und Gruppenführer fanden sich zur Schulung im Feuerwehrgerätehaus Piflas ein. Als erster Referent stellte Kreisbrandinspektor (KBI) Karl Hahn das Projekt "Digitalfunk" im Überblick vor und erläuterte, dass man im Zweckverband für Rettungsdienst und Feuerwehr, der die Landkreise Dingolfing-Landau, Kelheim und Landshut umfasst, sechs Arbeitsgruppen gegründet habe. Diese Arbeitsgruppen sollen die Einführung des Digitalfunks vor Ort steuern und begleiten. Hahn selbst ist Arbeitsgruppenleiter für den Bereich "Beschaffung" und für die Durchführung der Ausschreibung verantwortlich.

Karl Hahn erklärt die ProjektstrukturIm Anschluss stellte Andreas Klein, Kommandant der Feuerwehr Altdorf, den Digitalfunk allgemein vor und erläuterte die Unterschiede zur bekannten analogen Technik. Der Digitalfunk für die BOS (Behörden und Organisationen für Sicherheitsaufgaben) werde als erdgebundener Bündelfunk mit der TETRA-Technik realisiert. Es werde statt verschiedenen Netzen für Feuerwehr oder Rettungsdienst ein gemeinsames digitales Funknetz für alle BOS-Dienste geben.

Klein erklärte den Feuerwehren, welche neuen Funkgeräte es geben wird und welche Sonderfunktionen diese beinhalten. So wird es zukünftig möglich sein, mit jedem Funkgerät Kontakt zur Leistelle (sog. TMO-Betrieb) zu halten, aber auch den bisher bekannten Einsatzstellenfunk im DMO-Betrieb betreiben zu können.

Andi Klein referiert über die DigitalfunktechnikWeitere Vorteile der Funkgeräte seien z.B. die Zusammenschaltung von Gruppen (sog. Fleetmapping) oder die Lärmkompensation. Bei der analogen Funktechnik war bei größeren Einsätzen oft der Funkkanäle ausgelastet, so dass die Feuerwehrleute z.T. im Einsatz auf Handys ausgewichen sind. Zukünftig könne man einzelne Gruppen von Funkgeräten zusammenschalten und für lokale Schadenslagen ein virtuelles Netz bilden. Durch die Lärmkompensation filtern die Geräte störende Hintergrundgeräusche aus und ermöglichen so eine klare Kommunikation auch bei schwierigen Bedingungen.

Für die Umstellung auf die neue Funktechnik benötigt jedes Funkgerät eine BOS-Sicherheitskarte, die vergleichbar zur SIM-Karte beim Handy ist. Die Verwaltung dieser Karten wird von einer neuen Einrichtung im Rettungszweckverband, der Technisch-Taktischen-Betriebsstelle übernommen. Diese wird von Florian Kriegl geleitet, der den Feuerwehrleuten die Förderrichtlinie für die Funktechnik vorstellte. So werden abhängig vom Fahrzeugtyp für eine bestimmte Anzahl von Funkgeräten bis zu 80% der Kosten übernommen, so dass der Austausch der Geräte für die Kommunen nur mit 20% zu Buche schlägt. Gleichzeitig forderte Kriegl die Schulungsteilnehmer auch auf, den Bedarf an Funkgeräten an die Projektgruppe zu melden, da das Mengengerüst für die Ausschreibung wichtig sei.

Zahlreiche Zuhörer im Piflaser GerätehausDamit die Feuerwehrleute auch mit den neuen Funkgeräten umgehen können, ist eine umfassende Schulung notwendig. Hierfür wurde von der Kreisfeuerwehrführung ein neuer Funk-Kreisbrandmeister benannt. Wolfgang Metz, 2. Kommandant der Feuerwehr Vilsbiburg, übernimmt diese Aufgabe und erläuterte das Schulungskonzept. Hier setzt man zum einen auf ein bewährtes Multiplikatorenkonzept, zum anderen werde zum ersten Mal in der bayerischen Feuerwehrausbildung eine e-Learning-Anwendung geschaffen. So könne man zu Hause in aller Ruhe die theoretischen Grundkenntnisse erwerben, die in der praktischen Ausbildung weiter vertieft werden.

Karl Hahn.Bevor alle Teilnehmer die neuen Geräte ausprobieren durfte, schloss sich eine Diskussionsrunde an. Hier wurden Fragen zur Förderung und Beantragung, aber auch zu gesundheitlichen Aspekten geklärt. Andreas Klein klärte die Feuerwehrleute auf, dass die digitalen Funkgeräte von der Sendeleistung ähnlich wie die allseits üblichen Handys sind und unter der Sendeleistung von analogen Funkgeräten bleiben. Die neuen Funkgeräte könnten sogar die Sendeleistung entsprechend dem Abstand zur Basisstation anpassen.


Florian Kriegl von der TTB erläutert die FörderrichtlinienAngesprochen wurde auch der in den Medien diskutierte TETRA-Funkmast in Aign. KBI Hahn befürchtet allerdings keine Gefährdung des Zeitplanes zur Einführung: In Bayern brauche man ca. 900 Sendemasten, ein Großteil davon sei auch im Landkreis Landshut bereits fertiggestellt. "Und ich bin mir sicher, für den Sendemasten in Aign wird es auch eine Genehmigung geben, und dann wird er gebaut."

 

Einweisung in die Bedienung durch Andi Klein Wolfgang Metz erzählt über das Schulungskonzept Alle Geräte durften auch ausprobiert werden

 


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Piflas ist ein Ortsteil des Marktes Ergolding und grenzt unmittelbar an die niederbayerische Bezirkshauptstadt Landshut.

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